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Danmark 11.-19. August

Nach einer zweijährigen Pause habe ich es endlich wieder in mein geliebtes Dänemark geschafft. Ich war zweimal in Kastrup auf dem Weg zu den Färöern und retour, aber das zählt nicht. Der Flughafen ist internationales Terrain.


Montag

Die Hinreise verlief ausnahmsweise einmal ohne Zwischenfälle und Probleme. Ich kam pünktlich bei schönstem Wetter an und konnte gleich weiter nach Århus reisen, wo das Wetter nicht so schön war. Århus hinkt Kopenhagen halt immer ein bisschen nach. Wir mögen über diesen Makel hinwegschauen. Denn ich reiste natürlich nicht wegen Århus nach Århus, sondern wegen meiner Freundin Lena, die ich drei lange Jahre nicht mehr gesehen hatte. Ich wurde herzlich empfangen und zu Hause erwartete uns schon ihr Herr Gatte Johan mit dem Essen.
Zum Bettmümpfeli gingen wir noch kurz in die Stadt und konsumierten ein Dessert, das von einem ebenso leckeren Kellner serviert wurde. Nur das Gesäss war zu bemängeln.


Dienstag

Weil meine verehrten Gastgeber ihrem täglichen Brot nachgehen mussten, war ich völlig auf mich alleine gestellt und musste mich im grössten Provinzloch oder auch anders genannt in der kleinsten Grossstadt der Welt zurechtfinden. Ich war so blöde vor zehn Uhr in die Stadt zu gehen, als alle Geschäfte noch geschlossen waren. So ist das halt im faulen Staate Dänemark. Ich stellte dann nach zehn Uhr fest, dass noch Ausverkauf war und erforschte neugierig das Angebot. Am Abend liessen wir wieder alte Kopenhagener Rituale aufleben und kochten Älplermagronen, die ich eigens importierte.


Mittwoch

Ein Tag reicht schon für eine Shoppingtour durch Århus, so dass es mich aus der Stadt herauszog nämlich ins Moesgaard Museum, wo die Moorleiche Grauballemand zu sehen ist. Es gibt dort eine interessante Ausstellung über das prähistorische Dänemark, den besagten Grauballemand und - was mich besonders überraschte und freute - den Illerup-Ådal-Fund. Die wagnijo- und niþijo-Inschriften waren kaum zu lesen, aber es war schön sie einmal vor Augen zu haben. Das auf einem Herrenhof befindliche Museum bietet neben schönen Fundstücken auch noch einen grossen Park mit Nachbauten prähistorischer Gebäude. Ich hatte keine Ahnung wie gross der Park wirklich war und verlief mich fast. Es gab tausende von Pfaden und Wegen, die einen in längstvergangene Zeiten führten. Das Wetter war obendrein sehr launisch, so dass ich fast verregnet worden wäre, wenn ich nicht zufällig Obdach im Restaurant der Skovmølle gefunden hätte. Ich wurde - was in Dänemark sehr unüblich ist - sehr freundlich bedient und bekam zum Kaffee, weil ich wohl so arm und mitleiderregend aussah - ein kleines Stück sehr leckeren Käsekuchens geschenkt. Als es zu schonen begann, wagte ich mich wieder hinaus und wurde dann auch bald von einer heftigen Schauer erwischt. Den schönen Strand konnte ich kaum geniessen und suchte genervt vom launischen Wetter und den Irrwegen zurück zur Busstation, was mir auch tatsächlich gelang. In Århus angekommen herrschte wieder das schönste Wetter. Am Abend wurden wir zu Johans Schwester Thea eingeladen und sehr lecker bekocht.


Donnerstag

Thea führte mich am nächsten Tag ins Kunstmuseum Aros. Wir bekamen die Jahreskarte ihrer Mutter, die angeblich Gäste miterlaubt. Die Aufsicht war aber anderer Meinung und verwies uns an den Schalter, wo wir eine zweite Karte bekämen. Dabei wäre natürlich unser Betrug aufgeflogen und wir begnügten uns mit einem kleineren, billigeren und weniger prominenten Kunstmuseum, an dessen Namen ich mich nicht erinnere. Dort gab es Hochsitze zu sehen, die verschiedene Interieurs von gemütlich bis chic hatten. Sehr kurios! Wir stärkten uns zu Hause mit einem Mittagessen und versuchten uns an einem Schachspiel. Wir hatten beide wenig Begriff von diesem Spiel, aber es machte trotzdem Spass.
Am Abend wollte mir Lena die Århus' Schwulenszene vorführen. Wir genehmigten uns einen Apéro in der Sidebar, wo wir von einem noch appetitlicheren Kellner bedient wurden und wollten dann in den Club Blender, der aber geschlossen war. Enttäuscht gönnten wir uns noch einen Absacker in einer weniger schönen Bar und gingen wieder nach Hause.


Freitag

Endlich begaben wir uns zurück in die Zivilisation, nach Kopenhagen. Zuerst gab es ein leckeres Nachtessen bei Harpa und Guðjón. Ich lernte auch deren herzigen Sohn Úlfur kennen. Danach feierte ich mit den Aarhusianern das Speciale von Johans Cousine in Vesterbro, wo ausreichend Bier floss.


Samstag

Mit meinen Kopenhagener Gastgebern ging ich an die Gay Pride, die mehr oder weniger um die Ecke bei der Nørrebrohallen begann. Der Umzug war verhältnismässig kurz, aber es war lustig zuzuschauen und viele Kondome geschenkt zu bekommen. Später zelebrierte ich mit Lena ein zweites Kopenhagener Ritual, nämlich Biertrinken am See und Joggerbegutachten. Für irgendwelche Pride Parties war ich zu müde. Ich begnügte mich mit einem Absacker im Oscar und ging dann nach Hause.


Sonntag

Am Mittag gab es einen grossen Familienbrunch am Skt-Hans-Torv und dann traf ich Lena und Johan zum Abschied. Ich versuchte es noch einmal im Oscar, aber es gab nichts interessantes. Am Abend kochte ich für meine Gastgeber und lernte die Serie Næturvaktin kennen, die äusserst lustig ist.


Montag

Ich bummelte durch Kopenhagen, traf Ken zum Nachmittagsbier im Kulturhuset. Die anderen Kopenhagener Bekanntschaften waren leider nicht in der Stadt. Später probierte ich noch das neu eröffnete Café Bernina aus, das aber fast leer war.


Dienstag

Vor der Abreise spielten wir noch Boule im Assistens Kirkegaard. Dem Gärtner gefiel das wenig und er verwies uns auf andere Parks. Offenbar schätzt man es nicht mehr, dass der Friedhof wie ein Park belebt wird. Die armen Toten langweilen sich doch nur. Die einzigen die regelmässigen Besuch bekommen sind H. C. Andersen und S. Kierkegaard. Wir tranken dann noch ein Bierchen im Café Gugenhaim und dann war es Zeit mit der neuen Metrolinie auf den Flughafen zu fahren. Abgesehen von einer kleineren Verspätung verlief auch die Heimreise einmal problemlos.
21.8.08 23:37
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Eiki Sturla (22.8.08 22:04)
Ekki gleyma að þrýsta Íslendingum þumla á sunnudaginn Áfram Ísland!!!!

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