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WK - Wiederholungskomödie

Ich möchte dem Trend folgen, die Zustände der Schweizer Armee, genauer des Zivilschutzes im Internet darzustellen, nicht filmisch, aber - wenn man das so nennen darf - literarisch. Hoffentlich komme ich nicht ins Gefängnis wegen Verratens geheimer Informationen. Ich drücke mich deshalb möglichst unspezifisch aus und verändere alle Namen, damit niemand blossgestellt wird.

Der einzige Weg die Wiederholungskurse des Zivilschutzes ertragen zu können, ist der, dass man sie nicht ernst nimmt und sich darüber lustig macht. Man kann auch gar nicht anders, weil alles so absurd, sinnlos und doof ist, dass man nur darüber lachen kann.

Die Wiederholungskurse bzw. -komödien sind immer gleich aufgebaut. Die Patienten (wörtlich gemeint, die Leidenden) werden in Gruppen eingeteilt und in die Mysterien des Funkens, Antennenaufstellens, Standleitungenlegens und Kartenzeichnens eingeführt. Dies ist äusserst sinnvoll, weil ich den Mastwurf ständig vergesse.

Ich musste natürlich zu einer unmöglichen Zeit aufstehen, damit ich um halb acht in Glarus sein konnte. Unzumutbar für einen Studenten. Die grösste Frechheit ist aber, dass man fast nichts dabei verdient: ca. Fr. 50.- pro Tag (exkl. Sold von etwa Fr. 5.-). Das sind also ca. Fr. 6.- pro Stunde! Ist das überhaupt legal? Man muss zwar fast nichts tun, aber das schlimmste ist, anwesend zu sein und dieses hässliche Tenue zu tragen.

Zo fröher Stonde wärd man dann vom Föhrer begrösst. Där Föhrer hat natörlich einen Schnauz, nur etwas breiter als der von A****. Die beiden gleichen sich auch im Gehabe und Minderwertigkeitskomplexen. Wer Zivilschutzchef des Kantons Glarus sein will, ist entweder ein verkappter Offizier oder einfach ein fauler Uniformenfetischist, oder gar beides. Item, nach der Begrössung kamen dann die Fonköbongen, die immer gleich idiotisch ablaufen. Die Patienten verteilen sich im Bonker und fonken Mätteilungen dorch. Man trägt dann ein Pseudonym bestehend aus Alpha plus eine italienische Zahl, also uno, due, tre ... Wider Erwarten ist sechs nicht sei, sonder sexi. Wie pervers! Der Leiter der Öbong, den wir hier Gnom nennen wollen, beanspruchte diesen Namen unangemessenerweise für sich. Ich verballhornte das Pseudonym dann zu Alpha hexi, was bei meinem Copatienten einen Lachanfall erzeugte, so dass er seine Mitteilung nicht durchgeben konnte.

Immerhin wurden wir gut verköstigt. Gutes Essen ist das A und O für die Truppenmoral. Mit vollem Bauch mussten wir dann bei Miss Piggy Antennen aufstellen, zuerst Übung und dann Umsetzung im Klöntal im Schnee. Wieso? Ich fror mir fast die Zehen ab.

Morgen steht noch Leitunglegen beim Föhrer auf dem Programm und dann Kartenzeichnen, das heisst viel Lösungsmittel inhalieren.

Zwei kostbare Tage verliere ich für meine Lizarbeit. Und wofür? Für nichts!
21.2.08 19:18
 


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