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Vorlesungsfreie Zeit im Sommer

Nach dem Kalender sollte eigentlich Sommer sein, aber wenn man aus dem Fenster schaut ist es irgendwie Spätherbst. Während im April Sommer herrschte, herrscht jetzt April: Einen Tag lang ist es schön und dann regnet es wieder drei Tage und natürlich freuen sich die Medien schon auf die Überschwemmungen, die das verhasste Sommerloch so schön ausfüllen.

Wenn es schön wäre könnte ich wenigstens auf dem Balkon an der Lizarbeit schreiben, aber bei diesem Hundswetter fehlt mir jegliche Motivation. Es macht doch keinen Spass, wenn man im halbdunklen Zimmer im Schein der Schreibtischlampe arbeiten muss.

Es gibt aber immerhin ein paar Lichtblicke: Vor ein paar Wochen war ich im Maderanertal auf einer Alphüttenkonferenz (es war in einer Alphütte, aber keine Konferenz, bitte keine Fragen!). Es war wunderbar sonnig heiss, ich konnte im Bergsee baden und etwas wandern. Der Himmel war in der Nacht so klar, dass man die Milchstrasse sehen konnte. Die Bergidylle grenzte an Kitsch. Als ich mich am Seelein sonnte hörte ich Kuhglockengeläut und Alphorngebläse. Im nahen Wirtshaus bei der Stärkung wurde man mit Live-Volksmusik beglückt. Darauf stehe ich weniger. Alphorn geht noch, aber Schwyzerörgeli, nein danke! Bei der Wanderung fand ich sogar Bergkristalle, die dort freundlicherweise in Kartonschachteln ausgelegt feilgeboten werden. Hier gibt es noch Vertrauen. Um ein Beispiel des Misstrauens in der Zivilisation zu nennen, am Bahnhof Stettbach befindet sich ein Stand mit Schnittblumen, der mit Kamera überwacht wird.

Nach drei Tagen Abgeschiedenheit (kein Handyempfang) war ich froh, wieder in die Zivilisation zurück zu kommen, zu mindest ins Glarnerland. Die Reise dauerte drei Stunden, obwohl das Maderanertal ans Glarnerland grenzt. Nur trennen 3000 Meter hohe Berge die beiden Täler.

In den folgenden Wochen zog es mich zweimal ins Welsche: Einmal ging es nach Biel und Neuenburg auf den Spuren der Kelten. Im Rahmen der VGS besuchten wir ein Museum in Biel (Name vergessen) und das Laténium in Neuenburg, das ich phantastisch fand. Leider ging die Führung etwas zu schnell und wir bekamen nicht viel zu sehen. Ein zweites Mal mit meinem geliebten Besuch aus Berlin nach Freiburg, wo wir den Turm der Kathedrale bestiegen und mit dem Funiculaire fuhren, das noch langsamer als die Polybahn ist.

Jetzt ist es dann bald Zeit nach Florenz zu fahren.
16.8.07 22:11


Smörgåsbord

Als Nordist hätte ich ja schon lange einmal davon kosten müssen, aber es kommt halt immer etwas dazwischen. Gestern schaffte ich es dann mit ein paar Freunden endlich an das berühmt-berüchtigte Schwedenbuffet im Au premier.

Das schöne an Buffets ist, dass man nicht aufs Essen warten muss, denn man holt es sich einfach. Ideal für ungeduldige und stets hungrige Menschen wie mich. So stürzten wir uns in die Schlemmerei. Es gab fünf Etappen, die den Magen sehr stark in Anspruch nahmen, Doping wäre hilfreich gewesen:

1. Sillbord:
Hering in allen Variationen: im Senf, mit Tomaten, Zwiebeln, gerollt, gebraten, in Sahne usw. Es hat nicht genug Platz für jeden auf dem Teller.

2. Fisk
Die restlichen Unterwasserbewohner gab es dann im zweiten Gang: Lachs, Aal, Makrelen, Crevetten usw. dazu leckere Cocktailsauce und süssen Senf mit Dill.

3. Kall Buffé
Weitere kalte Köstlichkeiten gab es beim dritten Gang zum Buffet: Aufschnitt, Pastete, Käse, Salat. Der Salat war eine Wohltat, endlich mal etwas Leichtes!

4. Småvarmd
Dann gab es endlich etwas Warmes: Rentierschnitzel, Jansons Frästelse (Auflauf aus Kartoffeln und Sardellen), Blumenkohlgratin, Lammcarré und den IKEA-Klassiker: Köttbullar mit Kartoffelstock und Preiselbeeren.

5. Dessert
Die ersten vier Gänge überfüllten meinen Magen schon. Ein Aquavit half der Verdauung etwas nach und dann folgte zum Schluss das Süsse: Princesstorta (i.e. Schwedentorte), Oscarstorta, Himbeermousse, Glacé, Apfelkuchen usw.

Danach war selbst ein grosser Gourmand wie ich vor dem Platzen. Zum Glück brachte der Kellner keien Pfefferminzoblate. Dabei schaffte ich es nicht einmal von allem zu probieren. Es gibt nur eine Lösung: Wieder hingehen!
21.8.07 20:49





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