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Balin - Föhrerbonker - Mittsommer

Balin:

Letzte Woche machte ich wieder einen Staatsbesuch in Berlin, um etwas Grossstadtluft zu schnuppern und natürlich rief die Liebe.

Dieses Mal kam der Osten endlich mal zum Zuge. Wir fuhren in den Tierpark, wo es viele herzige Tiere zu sehen gab, nur keinen Knut. Aber das neugeborene Elephantenkalb konnte mit dem Eisbärenstar gut mithalten. Meine persönlichen Favoriten waren die Mungos und Erdmännchen. Nach dem Tierpark, der janz weit draussen liegt, bekam ich weiter westlich auch endlich mal den Alex zu sehen. Er ist in der Tat sehr hässlich, eine monumentale Betonwüste. Daneben lag aber das pittoreske Nikolaiviertel, ein Stück Mittelalter mitten in Berlin.

Wenn man schon im Osten ist, darf man natürlich auch Prenzlauerberg nicht vergessen, das trendige Viertel. Es erinnerte mich stark an Nørrebro in Kopenhagen, ein Prollviertel mit unzähligen Cafés, Bars und Läden. In jedem Café sass mindestens eine junge Mutter mit einem Schreihals. Kann man solche Kinder eigentlich mieten, quasi als Accessoires? Sind Schosshunde out?

Am Samstag wagten wir uns janz, janz weit hinaus nach Lutherstadt Wittenberg. Zyniker nennen sie auch Luderstadt. Der Name passt aber überhaupt nicht. Wittenberg ist ein einziges Museum. Es ist ein Wunder, dass man beim Bahnhofausgang keinen Eintritt zahlen muss. Die Altstadt wurde feinsäuberlich renoviert, so dass sie gar nicht mehr alt aussieht. Auf den Strassen waren fast keine Menschen, nur ein paar Pensionäre auf Ausflug. Wir schauten die Obligatoria Lutherhaus, Schlosskirche, Marienkirche und Melanchthonhaus an und flohen so schnell wie möglich wieder aus dieser langweiligen Stadt ans buntfröhliche Motzstrassenfest.

Äm Föhrerbonker:

Auf die schönen Tage in Berlin folgte natürlich etwas unschönes: Zivilschutz. Ich musste mich zwei Tage im Förhrerbonker langweilen. Aus Gründen des Staatsgeheimnisses, darf ich hier keine näheren Details nennen. Die beiden Tage erinnerten mich an die Ausstellung über Kempowski in der Akademie der Künste, wo es einen Tagesablauf eines Gefangenlagers gab: Frühstück- Daumendrehen [sic] - Mittagessen - Daumendrehen - usw.

Ich plädiere nur für eine Abschaffung des Zivilschutzes. Lieber die Steuergelder an die Bildung verschwenden.

Mittsommer:

Die Erinnerungen an die Bonkertristesse konnte ich mir dann glücklicherweise am Mittsommerfest wegspülen. Wir feierten hoch oben auf dem Züriberg. Da ich das Fest mitorganisierte, bekam es heuer auch eine besondere dänische Färbung: Wir verbrannten eine Hexe und sangen dazu "Vi elsker vort land".

Jetzt muss ich mich von den "tømmermænd" erholen...
24.6.07 01:22





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