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Berlin

Juten Tach!

Ich stelle wieder einmal eine längere Schreibpause fest. Das kommt halt vor, wenn man so viel beschäftigt ist. Wenn man Nicht-Studenten von drei Monaten Semesterferien erzählt, trauen die ihren Ohren nicht. Semesterferien sind halt keine Ferien, man muss arbeiten, lernen, arbeiten, lernen und kann sich vielleicht ein kleines Päuschen in der Badi gönnen, aber mehr nicht. Dies erklärt die Schreibpause.

Trotz Vorlesungszeit gönnte ich mir einen kleinen Ausflug nach Berlin, um meinem geliebten Prinzen nahe zu sein. Ich fuhr zum ersten Mal mit dem Nachtzug nach Berlin. Ich war davor schon mehrere Male so gereist, hatte aber nur schlechte Erfahrungen gesammelt, laute besoffene ältere Leute, die sonst nie die Sau rauslassen können, Schnarchsäcke, enge Abteile, Zöllner die einen noch vor dem Morgengrauen wecken usw. Ich stellte fest, dass ich mit dem Nachtzug hundert Franken sparen kann und gab ihm nochmal eine Chance.

Die erste Fahrt verlief ganz passabel mit zwei Stunden Schlaf, aber sonst ohne negative Erfahrungen. Es ist eine wahre Kunst auf dieser winzigen Pritsche zu schlafen.

Zuerst erholte ich mich in Schöneberg und war dann genug frisch für die Staatsoper unter den Linden, wo drei Ballettstücke (zu Musik von Chopin und Debussy und ein Stück von Bernstein) aufgeführt wurden. Vor Beginn stellten wir einen unangenehmen Duft in der Umgebung unserer Lenden fest und wollten uns schon fast schämen, als wir bei näherer Untersuchung mit Entsetzen erkannten, dass die Sessel so entsetzlich rochen. Ich will nicht näher darauf eingehen, was für Ursachen dafür in Frage kämen. Das Stück von Bernstein mit den drei Matrosen gefiel mir natürlich am besten, geht nichts über knackige Tänzer in weisser Uniform.

Die Klaus-Mann-Filmnacht im Schwulen Museum war nicht so ein Highlight. Zuerst kam ein Dokumentarfilm, der vom Filmer höchstpersönlich, einem für sein Alter (d.h. er überlebt Kläuschen bald) äusserst gutaussehenden Holländer eingeführt wurde. Dann folgte eine Fernsehverfilmung von "Der Vulkan", die eher etwas mittelmässig und langweilig war. Wir stärkten uns dann in einem vegetarischen Restaurant in der Nähe, wo man so wunderbar lecker und günstig (wie an so vielen Orten in Berlin) essen kann.

Der kulinarische Höhepunkt war nach anstrengenden Stunden im historischen Museum der bayrische Krustenbraten mit Brezelknödeln. Im kalten Herbst geht nichts über gute bodenständige bayrische Küche. Natürlich konnten wir uns auch noch für Apfelkücherl als Dessert erweichen und zuletzt für einen leckeren Kräuter zum Digestif.

Am Montag stand dann noch der Reichstag an, bzw. wir standen etwa eine halbe Stunde an um ihn anzusehen. Die bescheuerte Sicherheitskontrolle und die niedrige Frequenz des Fahrstuhls (um natürlich Geld zu sparen, unbedingt nötig bei 60 Mia. EUR Schulden) liessen viele Leute in der Kälte warten. Entschädigt wurde man mit einer herrlichen Aussicht über Berlin. Qualitativ genauso gut ist aber die vom Berliner Dom aus und hat den Vorteil, dass man nicht so lange anstehen muss.

So das wars aus Berlin.
Tschööh!
23.11.06 21:25





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