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Ein Märchen: 1. Kapitel

Es war einmal ein schöner Prinz, der sehr einsam war und sich nach nichts anderem sehnte als nach einem andern schönen Prinzen oder Herzog oder Ritter oder Gesellen, sprich einfach ein schöner Jüngling, gleich welchen Standes.

Der Kaiser empfing im Schlosse auf dem Schönberg die Gesandten eines fernen Königreichs. Der Gesandte, ein weiser Herr, von guten Sitten, brachte viele Hofdamen mit, weil er damit rechnete einige verheiraten zu können. Ihn begleiteten aber doch auch drei Höflinge. Der Prinz war beim Empfang der edlen Gäste dabei, weil er neugierig auf die fremden Damen und Herren war.

Der Empfang fand im prächtigen Thronsaal statt und der Prinz sass schon da und beobachtete die Gesandtschaft bei ihrem würdevollen Einzug. Auf der entgegengesetzten Seite des Saals setzte sich ein besonders schöner Junker hin, mit braunem weichem Haar, leuchtenden blauen Augen, der den Blick des Prinzen sogleich auf sich zog und ihn auch erwiderte.

Der Empfang war von langen Reden geprägt und der Prinz schmachtete im von der Sommerhitze erwärmten Saal dahin, aber nach einer Stunde kam dann die Erlösung, als die Kaiserin das Diner ankündigte. Die Gesandtschaft und der Hofstaat begab sich zu der mit erlesendsten Speisen gedeckten Tafel. Der Prinz erhoffte sich einen Platz in der Nähe des schönen Junkers zu finden, was ihm aber nicht gelang, denn er kam in die Gesellschaft einiger Damen, die über Turniere redeten, die ihn überhaupt nicht interessierten. Die schönen Ritter sind dann in dicke Rüstungen eingepackt und bekämpfen sich dann noch obendrein, einfach schrecklich und barbarisch. Nach dem Essen begaben sich die Herrschaften in einem feierlichen Aufzug hinunter in die Stadt und feierten im königlichen Garten, weil das Wetter so schön war.

Dem Prinzen gelang es endlich einen Platz gegenüber des Junkers zu bekommen. Es kam dann auch zum Gespräch. Der Prinz beklagte sich über die ständigen Bälle am Hof, denn man könne ja nur mit Frauen tanzen. Der Junker fand diese ewigen Bälle auch leidlich. Dem Prinzen ging plötzlich ein Licht auf und so auch dem Junker, der dann wünschte, dass ihm der Prinz die Stadt und das Schloss näher zeigte.

Der Prinz führte den Junker in der Stadt herum, zeigte ihm ihre ganze Pracht, bis beide Durst verspürten und der Prinz den Junker zu einem Glas Wein in seinen Palast einlud. Der Junker konnte dieses wohlgemeinte Angebot nicht ablehnen und nahm dankbar an. Sie ritten dann beide zum Palast des Prinzen, der in der Nähe einer wunderschönen Kirche lag und dazwischen befand sich ein herrlicher Garten. Sie spazierten durch den Garten und der Junker erblickte einen Rosenbusch, der wunderbar duftete und pflückte sogleich eine Blüte und schenkte sie dem Prinzen, der ganz bezaubert von dieser Geste war.

Im Palais angekommen gingen sie sogleich ins Gemach des Prinzen, da eine Zofe noch wach war. Der Prinz war sehr müde vom anstrengenden Tag und setzte sich aufs Bett, da der einzige Sessel im Gemach so weit weg war, bot er ihm auch einen Platz auf dem Bette an, obwohl das ziemlich unwürdig war. Der Junker ignorierte jedoch das steife Hofprotokoll und setzte sich mit Freuden hin. Sie lasen noch gemeinsam in einem Buche, das von schönen keuschen Mönchen geschrieben geworden, als der Prinz plötzlich den Arm um den schönen Junker legte. Dieser lächelte ihn an und sie küssten sich sogleich.

Dann erlebten die beiden eine Nacht, die so himmlisch war, dass sie kaum in Worte zu fassen ist.

Der Junker musste dann am frühen Morgen wieder zu den seinen. Der Prinz begleitete ihn noch ein Stück des Weges. Der Junker bot dem Prinzen an, dass er ihn in seiner Heimat besuchen möge, was er dankbar und hocherfreut annahm. Sie verabschiedeten sich mit einem Kuss und gingen beide von dannen.

Der Prinz war unglaublich verwirrt wegen dieses so wunderbaren Ereignisses. Wie geschickt Amor doch seine Pfeile verschossen hat. Er hat nun nichts mehr anderes im Sinn, sich auf die lange Reise zu seinem Geliebten zu begeben.

*** Fortsetzung folgt ***
4.7.06 00:30


Expedition nach Norwegen

Heute bin ich braungebrannt aus dem kühlen Norwegen zurückgekommen, nach einer einwöchigen Exkursion von der Uni aus. Wir flogen nach Oslo, schauten die Stadt an, fuhren durch Berge und Fjorde, an Stabkirchen und Runensteinen vorbei nach Bergen und von dort wieder nach Hause. Exkursionen sind keine Ferien und dementsprechend war das Programm gut gefüllt und anstrengend. Ich sammle noch meine letzten Kräfte und versuche den ersten Tag zusammenzufassen und dann Stück um Stück einen Reisebericht zu erstellen, mit dem Ziel der Vollständigkeit, das ich in meinem Bericht über Paris (s.u.) leider nicht erreicht habe.

1. Tag

Des frühen morgens (i.e. halb zehn) versammelten wir uns auf dem Flughafen und checkten ein. Im Dutyfreeshop deckten wir uns ordentlich mit Alkohol ein, da dieser in Norwegen bekanntlicherweisse nicht allzu billig ist. Wir mussten in Kopenhagen umsteigen und beim Anflug und Anblick der Stadt und der Øresundsbro kamen bei mir tatsächlich Heimwehgefühle hoch. Ich lebte ja ein Jahr mit Höhen und Tiefen in dieser schönen Stadt. Ich wäre am liebsten gleich dort geblieben. Leider blieb uns nicht viel Zeit in der einstigen Haupstadt Norwegens und wir flogen gleich weiter in die aktuelle, die ja auch ganz nett ist.

Das Hotel war sehr angenehm, etwas kleine Zimmer, aber mit Dusche und WC und obendrein voll mit norwegischen Soldaten (lecker, lecker!). Das verwirrte mich anfangs, aber die Verwirrung wurde bald entwirrt. Die Soldaten oder Rekruten oder was auch immer, einfach im Vierfruchtanzug, machen dort Urlaub, da sie meistens, weil das Land ja so riesig ist, übers Wochenende nicht nach Hause können. Leider war keiner von ihnen richtig lecker, ganz besonders, weil ich ja schon andere Pläne im Kopf oder besser gesagt im Herzen habe.

Nachdem wir eingecheckt hatten, fuhren wir zum Holmenkollen hoch, die grosse Skisprungschanze. Das Ding ist ganz schön furchterregend, besonders wenn man oben steht und hinunterschaut. Wer dahinunter fährt, muss lebensmüde sein. Die Aussicht über Oslo und den Fjord war auf jeden Fall herrlich. Weil wir neugierig auf diesen Sport waren, machten wir auch eine Probefahrt im Skisprungsimulator mit, die aber die Adrenalinausschüttung einer Achterbahn nicht übertrifft.

Wir fuhren dann vom Hunger getrieben wieder hinunter in die Stadt und assen thailändisch, ganz passend. Wir spazierten gut gesättigt noch zur Akerbrygge und assen ein Glacé bei hellem Mitternachtshimmel. Nordische Sommer sind einfach traumhaft.
14.7.06 00:04





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