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à Paris I

Ende März (ist auch schon ein Weilchen her) hatte ich endlich richtige Ferien, in Paris, der Stadt der Liebe. Liebe habe ich keine gefunden, dafür jede Menge andere schöne Dinge und auch grässliche, von denen ich jetzt mehr berichte:

Paris ist eigentlich gar nicht so weit weg, aber ich war trotzdem noch nie dort. Manchmal verpasst man einfach so tolle Gelegenheiten, aber es ist nie zu spät sie nachzuholen. Die Gelegenheit ist besonders günstig, wenn man in Paris Bekannte hat, günstig auch im finanziellen Sinn.

Ich fuhr dann eines frühen Morgens mit dem TGV in Zürich los, direkt nach Paris Gare de Lyon. Zuerst kroch der Hochgeschwindigkeitszug durch die Schweiz, Jura, französische Pampa und ich war schwer enttäuscht, dass er so langsam war, aber nach Dijon düste er los und wurde seinem Ruf gerecht. Im Bistrot wandte ich zum ersten Mal seit langem mein eingerostetes Französisch wieder an, beim äusserst charmanten Kellner im Zugsbistrot. Sind alle Franzosen so charmant? Nein! Das Gegenteil bewies der ranzige Zöllner.

In Paris kam ich heil an, es gibt neben den SBB also noch andere sichere Transportmittel. Ich wurde von meinem Kollegen empfangen und gleich in die nach Scheisse stinkende Metro geführt. Jede Station hat ihren speziellen Geruch: Scheisse, Pisse, Putzmittel oder sonst ein ekliges Odeur.

Als erstes sah ich die Cité Universitaire, ein wunderschöner Campus, und das Schweizerhaus stammt von Le Corbusier. Eine Nacht für 8 EUR, leider nur durch Vitamin B möglich, hehe!

Dann gings wieder in die Stadt hinein.

***Fortsetzung folgt***
14.4.06 00:47


à Paris II

Das erste überirdische von Paris, das ich zu Gesicht bekam, war die Ile de la Cité und die Notre Dame, die völlig anders aussah, als auf den Bildern, von denen ich sie kannte, denn sie war viel weisser. Vermutlich wurde endlich mal Russ und Taubendreck vom geschichtsträchtigen Sandstein weggekratzt.
Die Kirche wurde von einem Schwarm Touristen belagert, der sich langsam durch den Eingang hineinzwängte. Wir gingen einfach durch den Ausgang hinein (wie paradox) und mussten nicht anstehen. Die Kirche sieht von innen genauso grau und kahl (gotisch halt) aus wie von aussen, aber umso bunter erstrahlen die schönen Rosetten. Ich wollte noch ein Lichtlein spenden, aber nicht den unchristlichen Preis (Habgier ist eine Todsünde, verehrter Vatikan!) von zwei Euros für eine billige Rechaudkerze ausgeben. Für denselben Preis bekomme ich davon eine ganze Packung.
Dann spazierten wir weiter auf der Insel herum, die nicht besonders schön ist. Überall klotzige Monumentalbauten. Die nächste Sehenswürdigkeit war das Centre Pompidou, bei dessen Anblick ich sofort Lust bekam die vielen Rolltreppen hochzufahren und die Aussicht zu geniessen. Die moderne Kunst reizte mich weniger. Die Aussicht ist fantastisch und man bekommt einmal mehr zu merken, dass Zürich ein kleines überschaubares Dorf ist. Jetzt sind sicher alle Zürcher aufgebracht, aber die Wahrheit tut halt oft weh.
Der Stadtspaziergang führte weiter nach Marais, also in den Sumpf auf gut deutsch. Das Quartier verdient den Namen, weil sich hier die Schwulen herumtummeln, hehe! Es gibt dort z.B. eine schwule Bäckerei oder auch eine gleichartige Buchhandlung, die regalweise Literatur anbot, aber leider auf französisch. Wer will schon französische Bücher lesen? Ich darf doch wohl sehr bitten! Die französischen Bäckereien haben es dagegen aber in sich, da gibt es tausend Leckereien, z.B. ein Pain og Raisin, so schlicht der Name klingt, so paradiesisch lecker schmeckt es. Man kann den Franzosen alles vorwerfen, ausser dass sie schlechte Köche sind und die Küche ist glücklicherweise nicht an eine Sprache gebunden.
Paris übertrifft Zürich nicht nur mit der Einwohnerzahl, sondern auch mit den Preisen, deshalb unterliessen wir es einen französischen Gourmettempel aufzusuchen und begnügten uns mit einen Vietnamesen in China Town.

*Wer hat an der Uhr gedreht ...? Ja es ist schon so spät, und die Fortsetzung folgt wie immer. Bonne nuit!*
16.4.06 23:21





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