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Freitag, den 2. September 2005

Gestern habe ich es zum ersten Mal in diesem Jahr in die Badi geschafft. In D?nemark hatte ich keine Zeit und danach war das Wetter schlecht. Gestern war es dann endlich heiss genug und ich hatte auch Zeit und Lust und fuhr voller Elan in die Badi in meinem sch?nen Dorf. Die grosse Entt?uschung kam dann an der Kasse: Das Freibad hat geschlossen.
Was sind das f?r Idioten, dass die an einem heissen, sommerlichen Tag schliessen? September heisst nicht Herbst, die Jahreszeiten richten sich nicht nach dem Kalender und schon gar nicht in den Zeiten der Klimaver?nderung. Dummk?pfe!
So radelte ich in der unertr?glichsten Hitze ins Nachbardorf und konnte mich dort endlich im Wasser abk?hlen und mich dann wieder an der Sonne trocknen und aufw?rmen. Das Leben kann so sch?n sein.

Trotz Badewetter habe ich die Wohnungssuche noch nicht aufgegeben. Ich habe wieder drei weitere Objekte besichtigt:

7. Kreis 4, zivilisierter Teil: Nette 3-Zimmerwohnung mit Dachterrasse. Leider fanden noch zwei Dutzend andere dieses Angebot auch attraktiv, ergo wenig Chancen.

8. Z?ri-H?ngg: Zum ersten Male in meinem Leben war ich in H?ngg. Das ist ganz sch?n weit weg, eine Viertelstunde mit dem Tram vom Hauptbahnhof. H?ngg ist ganz h?bsch, aber man w?rde nie denken, dass es ein Stadtteil w?re, abgesehen vom Tram, es sieht mehr wie ein Dorf aus. Die Zahl der Interessenten war dementsprechend kleiner und ich habe vielleicht mehr Chancen. Wer weiss? Die Wohnung ist alt, 6er-WG und sch?n billig. Gar nicht so unattraktiv.

9. Kreis 3: Das habe ich heute angeschaut, 2er-WG in einem alten Haus und der Vater hat noch sein B?ro in der Wohnung. Naja, klingt nicht gerade nach sturmfreier Bude. Der Sohn hat gerade die Matura hinter sich gebracht. Mal weiter schauen...

Jetzt habe ich schon neun Objekte begutachtet, eine anst?ndige Leistung. Bei Objekt Nr. 7 war eine Begutachterin, die schon 15 hinter sich hat. Das ist nicht gerade erbaulich. Ich hoffe ich muss nicht 20 beschreiben, das w?re ein bisschen zu viel des Guten.
3.9.05 01:59


Donnerstag, den 8. September 2005

Schon ist wieder eine Woche um. Viel geschehen ist inzwischen nicht, es ist alles beim Alten: Ich suche ein Zimmer und geniesse meine Ferien.
Ich habe wieder zwei neue Objekte besichtigt. Es ist immer wieder spannend, neue Quartiere kennenzulernen:

10. vor den Toren Schwamendingens: Bis jetzt habe ich es noch nicht weit gewagt und habe mich in den Kreisen 3 bis 5 bewegt. Die Schwamendingenstrasse ist trotz des irref?hrenden Namen in Oerlikon, das Quartier mit Zukunft und nicht in funky Schwamendingen. Der Kreis 5 ist bald out, man muss was neues wagen und nicht immer dem Trend hinterherhinken. Die Wohnung und die Bewohner konnte ich leider nur mit einem "Naja" abstempeln. Was ich aber wirklich cool fand, war die die ?V-Verbindung. Das Tram f?hrt unterirdisch, also eine U-Bahn, was auch urspr?nglich geplant war. Jetzt rattert halt ein Tram mit einem H?llenl?rm unter der Erde durch, aber das hat so eine grossst?dtische Stimmung, was in Z?rich im Allgemeinen fehlt. Das ist wohl der einzige Vorteil an Schwamendingen und Umgebung.

11. Netzwerk: Wohnungen nur f?r Studenten. Das erinnert an die vergammelten Kollegien in Kopenhagen. Hierzulande ist das aber etwas Neues, und die Wohnung sind somit auch neu. Graue Betonbauten halt, aber sehr praktisch eingerichtet. Die sanit?ren Anlagen sind aber nach meinem Geschmack etwas zu funktionell, was auch wieder an Kopenhagen erinnert.

Wann kommt endlich eine Wohnung mit Bewohnern, die etwas mehr als ein "Naja" verdient? Sind meine Anspr?che zu hoch? Ich bin ein anspruchsvoller Mensch, aber das darf man gerne sein. Man sollte sich nicht mit etwas zweitklassigem begn?gen. Lieber etwas warten, als gleich das Erstbeste zu nehmen. Ich weiss, dass es irgendwo eine nette WG hat in einer sch?nen Wohnung an einer tollen Lage zu einem bezahlbaren Preis.

Ich habe ja schon einiges an WGs erlebt. Die erste war ganz ok, nur war eine Mitbewohnerin fast nie dort und die andere, deren beste Freundin f?hlte sich einsam, und dann ging das ganze zu Ende. Die zweite war anfangs auch ok, aber mit der Zeit kristallisierten sich gewisse negative Eigenschaften heraus: ein Mutters?hnchen, dem Ordnung und Sauberkeit fremd sind und ein alter, frustrierter, langzeitstudierernder Pedant. Dann zogen wir in eine gr?ssere Wohnung um und hatten ein Zimmer mehr zu besetzen. Wer zog ein? Nat?rlich gerade was noch fehlte: eine krisenbehaftete Heulsuse kurz vor der Matura. Juhuuuh!
In Kopenhagen lebte ich dann zum ersten Mal alleine und das war wirklich toll, in einer alten Villa mit Balkon und Geschirrsp?lmaschine, in einer respektabeln Wohngegend. Das einzige ?rgernis waren die sanit?ren Einrichtungen, aber das ist normal in D?nemark. Nach einem halben Jahr musste ich wieder umziehen und lebte in Untermiete, gl?cklicherweise nicht bei einer psychopathischen alten Frau, sondern bei einer Studentin. Es war aber kein wirkliches Zusammenleben, sondern ein Nebeneinanderleben, was mir auch nicht besonders gefiel. Wenn man schon mit jemandem die Wohnung teilt, dann kann man ja auch zusammen leben.

Nach diesen schlechten Erfahrungen weiss man allm?hlich, was man will, meine hohen Anspr?che haben also ihre Gr?nde. Auch wenn das Glarnerland so aussieht, als w?re es das Ende der Welt, ist es nur 60km von Z?rich entfernt, und so kann ich meine Anspr?che also gut weiter halten, bis ich was angemessenes gefunden habe.
9.9.05 00:07


Søndag, den 11. september 2005

S? er en uge omme. Det g?r meget hurtigt, og des hurtigere, n?r der sker meget:

I tirsdags bes?gte jeg min veninde Claudia i Z?rich. Vi elsker at lave mad, og s? lavede vi noget rigtigt l?kkert. Nu er jo jagts?sonen og man skal selvf?lgelig spise noget vildt. S? valgte vi r?dyrsschnitzel med Sp?tzle, svamper og b?nner. Jeg elsker r?dyr, de er rigtig nydelige og smager rigtig godt. Til desserten spiste vi Grandmarnier-is, min yndlingsis og selvf?lgelig drak vi en l?kker vin. Mad uden vin er ikke god mad, men ikke vice versa!

I onsdags spiste jeg frokost med min danske gudmor. Jeg havde ikke snakket dansk i en m?ned, og frokosten med min gudmor var den f?rste lejlighed efter Danmark. Jeg har ikke glemt det. Men hun har glemt meget, for hun har boet i Schweiz i mere en 30 ?r og hun blander meget. Hun bruger ord, som kun tysktalende kan forst?: gespr?k, sygtig m.fl. Hun sp?ede, at jeg bedre kunne snakke dansk end hende, n?r jeg vender tilbage fra Danmark. F?rst ville jeg ikke tro hende, men nu ...

I torsdags havde min mor f?dselsdag. Denne dag var ikke sund, fordi jeg spiste alt for meget. Jeg bagede en kage til hende og der var masser af andre l?kre ting, for eksempel jordb?rtiramis?. Jeg kan modst? alt undtagen fristelser. Ej hvor var det l?kkert, men nu skal jeg sulte, ellers bliver jeg alt for tyk. Man skal jo passe p? sit udseende, for semesteret p? universitetet starter snart.

I l?rdags bes?gte jeg min ven Lucian i Basel. Jeg kan godt lide Basel, det er en rigtig smuk by og jeg synes, at den er lidt smukkere end Z?rich, selv om Z?rich er min yndlingsby. Basel ligger meget t?t p? Frankrig og Tyskland og virker derfor lidt mere udenlandsk. Det ser ikke ud som andre schweiziske byer. Dialekten der ogs? lidt m?rkelig, den lyder samtidigt fransk, tysk og schweizisk. De fleste kan ikke lide den, men det er almindeligt i Schweiz, at man ikke kan lide dialekten, man ikke taler.
Lucians hobby er at fotografere og jeg var model. F?rst var det lidt us?dvanligt for mig at eksponere sig, men man v?nner sig snart til det. Jeg poserede ved Tinguely-br?nden, bag Domkirken og p? Rhin-f?rgen. Der sejler en rigtig gammeldags f?rge p? Rhinen helt uden motor. Den er bundet fast p? et reb, som er spandt over floden og str?mningen bev?ger f?rgen frem og tilbage. Man skulle betale et lille bel?b (1.20 Fr.) og s? kunne man sejle over floden. Jeg f?lte mig som i Charons f?rge p? vejen til d?dsriget. Vi landede dog ikke i d?dsriget men i Lille Basel, en bydel p? den anden side af Rhinen. Der s? vi p? en film i biografen: "Snow White", en schweizisk film, der handler, som titelen siger, om en pige, der tager kokain. Den var lidt klich?agtig: en pige fra Guldkysten (hvor de rige bor i Z?rich) og en lidt socialistisk sanger og en k?rlighed. Pigens for?ldre er stenrige og rager sig en skid om hende, og der er nogle andre problemer og hun bliver escort-pige (dvs. luder) og pr?ver at beg? selvmord, men det lykkedes hende ikke og de to bliver forenet igen.
Jeg syntes meget godt, at filmen var tosproget: fransk og schweizertysk. Man skal st?tte flersprogetheden.

I morgen er mandag. Jeg hader mandage, fordi der sker altid noget, der ikke skal ske. Man skal bare vente p? tirsdagen og s? er det godt igen.
12.9.05 00:04


Sonntag, den 18. September 2005

Es ist wieder einmal an der Zeit etwas auf deutsch zu schreiben, sonst wird meine teutonische Leserschaft noch sauer.
An meinem tugendhaften Lebenswandel hat sich bisher nicht viel ge?ndert. Ich faulenze rum (vorlesungsfreie Zeit/ Ferien, wie mans eben nimmt) und suche immer noch verzweifelt eine Bleibe in Downtown Switzerland. Diese Woche habe ich ganze vier Objekte begutachtet, ich h?tte sogar f?nf k?nnen, aber man muss auch mal eine Pause einlegen.

12. Schwaben und Konsorten an der Badenerstrasse: Am Telefon sagte mir, dass ich bei den beiden untersten, ich betone "beiden", klingen solle. Das klang sehr seltsam. Als ich dann dort war, kl?rte sich diese mysteri?se Sache auf: Die vier wohnen in zwei Wohnungen. Also wenn man ins Bad m?chte, geht man einfach zu den Nachbarn, vice versa, wenn die Nachbarn kochen wollen. Das ist ja richtig lustig: Leute die nackt durchs Treppenhaus latschen und andere mit dampfenden Kocht?pfen. Die Wohnung war von unsern n?rdlichen Nachbarn bewohnt, als einziger Eingeborener komme ich mir da ein bisschen fremd vor. Ich kam mir auch ein bisschen jung vor, denn die Herrschaften waren so um die dreissig (i.e. alt). Es tut gut, sich jung zu f?hlen, hehe!

13. Im Niederd?rfli: Die Gasse fand ich nicht auf anhieb, denn sie war ?usserst schmal und irgendwo hinter einem Zunfthaus versteckt, wie die meisten Gassen in der Z?rcher Altstadt. Das reinste Labyrinth! Die Wohnung war ganz sch?n, die Bewohner m?ssig sympathisch (so ein Wirtschafts/Hochschulengemisch). Wo gibt es eine WG mit gebildeten Phileinern, und zwar richtigen Phileinern (d.h. keine Psychos, Sozis und Publitussen)? Die einzigen Studenten, die Wohnrecht im Niederd?rfli haben d?rften, sollten der erhabenen Gilde der Historiker angeh?ren. Die Welt ist eben nicht gerecht, aber der Himmel schon, wartet nur!

14. Wieder vor den Toren Schwamendingens: Die Schwamendingenstrasse ist die m?hsamste Strasse in Z?rich, mit der ich bis jetzt zu tun gehabt habe. Beim letzten Mal stieg ich beim Salersteig aus und musste die ganze Strasse entlang laufen, bis ich mein Ziel erreichte, nat?rlich mit Versp?tung. Dieses Mal wollte ich schlauer sein und stieg bei Waldgarten aus und nat?rlich war die Wohnung am andern Ende der Strasse. Haha! Lustig! Die M?hen haben sich wenigstens gelohnt, denn zum ersten Mal gefielen mir sowohl Wohnung als auch Bewohner (korrekterweise sollte ich Bewohnerinnen schreiben, aber das kl?nge dann ein bisschen missverst?ndlich, wenn die mir gefallen). Die Wohnung hat den einzigen Makel, dass sie keine Geschirrsp?lmaschine hat. Vielleicht mache ich ja eine Tellerw?scherkarriere und werde endlich reich und ber?hmt, irgendwie muss ich es ja werden.

15. Haus vor dem Abriss hinterm Plaza: In zwei Jahren wird das Haus ja sowieso abgerissen und demenstrpechend sieht auch die Wohnung aus, die Decken br?ckeln, alles alt und h?sslich. In der Ruine wohnt ein herziges P?rchen. P?rchen ist etwas ?bertrieben, denn die beiden wohnen nur zusammen, aber sie machten sich so herzige Vorw?rfe wie: "Sie w?scht die Tassen nur aussenrum ab" und "Er w?scht die Teller nur von hinten ab", die an ein altes Ehep?rchen erinnern. Dass die beiden Architekten sind, h?tte ich auch nicht gedacht. Vielleicht warten sie bis das Haus weg ist, und bauen sich eine Villa.

F?nfzehn Objekte ist schon eine ganz betr?chtliche Zahl. Wenn im Durchschnitt 20 bis 30 Leute eine WG anschauen, bin ich aber im schlimmsten Fall bei der H?lfte angelangt. Ergo ist die Zahl doch nicht so betr?chtlich. Ich muss auch einr?umen, dass ich bis jetzt nur an etwa dreien Orten eigezogen w?re. Nicht nur die sind w?hlerisch, sondern auch ich!
19.9.05 00:10


Am Rhein zu Basel posierend

19.9.05 23:20


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